Biologische Konfliktlösung – ein kurzer Überblick

Bevor Sie tiefer in die biologische Konfliktlösung eintauchen, ein wichtiger Hinweis: Dieser Ansatz gilt nicht bei Verletzungen, Vergiftungen oder Mangelernährung. In diesen Fällen liegt kein biologischer Konflikt vor, der gelöst werden könnte, und die Methode findet hier keine Anwendung.
Um Ihnen den Einstieg zu erleichtern, finden Sie hier eine kompakte Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse. Wer sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchte, kann sich im Anschluss dem vollständigen Text und den fünf biologischen Naturgesetzen widmen. Wenn Sie direkt zu den fünf Naturgesetzen weitergeleitet werden möchten, klicken Sie bitte hier »

Biologische Konfliktlösung – Zusammenfassung

Psyche, Gehirn und Organe reagieren als einheitliches System auf bestimmte Konflikterlebnisse. Ein biologischer Konflikt entsteht jedoch nur, wenn ein Ereignis als hochakut, dramatisch und isolativ erlebt wird. Symptome sind sinnvolle Reaktionen des Körpers und keine Fehler. Nach der Konfliktlösung durchläuft der Organismus eine natürliche Heilungsphase. In intensiven Fällen kann die Schulmedizin ergänzend genutzt werden, um den Heilungsprozess sicher zu unterstützen.

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Konfliktlösung auf Basis der 5 Naturgesetze

Die biologische Konfliktlösung basiert auf der grundlegenden Erkenntnis, dass der menschliche Organismus eine untrennbare Einheit bildet. Psyche, Gehirn und Organ sind keine voneinander getrennten Ebenen, sondern Ausdruck ein und desselben biologischen Geschehens. Ein biologischer Konflikt betrifft daher immer alle drei Ebenen gleichzeitig und bildet die Grundlage für das Verständnis von Gesundheit und Krankheit.

Bitte haben Sie an dieser Stelle keine Sorge: Nicht jeder Konflikt in Ihrem Leben ist automatisch ein biologischer Konflikt. Wir alle erleben täglich kleinere und größere Spannungen, Auseinandersetzungen oder innere Konflikte – und das ist in den meisten Fällen weder problematisch noch krankmachend. Damit ein biologischer Konflikt entsteht, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Nur dann wird ein sogenanntes sinnvolles biologisches Sonderprogramm aktiviert, das wir in unserer bisherigen Denkweise als Krankheit wahrnehmen.

Ein biologischer Konflikt liegt dann vor, wenn ein Ereignis als hochakut und dramatisch empfunden wird, isolativ erlebt wird und man „auf dem falschen Fuß erwischt wird“. Erst das gleichzeitige Auftreten dieser drei Faktoren führt dazu, dass das Gehirn ein biologisches Sonderprogramm startet. Fehlt auch nur eines dieser Kriterien, wird kein solches Programm aktiviert und der Organismus bleibt stabil.

In der biologischen Konfliktlösung werden Symptome daher nicht als Fehler oder Störungen betrachtet, sondern als sinnvolle und zweckmäßige Reaktionen des Organismus auf ein konkret erlebtes, biologisch relevantes Konfliktgeschehen. Im Moment des Auftretens eines solchen Konflikts reagiert die Psyche mit einem entsprechenden inneren Erleben, das Gehirn verarbeitet die Situation als steuernde Instanz und das zugehörige Organ passt sich funktionell an die neue Situation an. Dieser Prozess geschieht gleichzeitig und synchron.

Der weitere Verlauf dieses biologischen Geschehens folgt einer klaren inneren Ordnung. Solange der Konflikt aktiv ist, befindet sich der Organismus in einer Phase erhöhter Anspannung und Anpassungsbereitschaft. Wird der Konflikt gelöst, schaltet das System in eine ebenso klar strukturierte Reparatur- und Regenerationsphase. Diese Phase ist kein Zeichen von Krankheit, sondern Ausdruck biologischer Wiederherstellung. Auch sie folgt festen Gesetzmäßigkeiten und kann, abhängig von Intensität und Dauer des vorausgegangenen Konflikts, mit deutlichen körperlichen oder seelischen Erscheinungen einhergehen.

Welche Körperstrukturen betroffen sind und wie sich die Symptome konkret zeigen, hängt einerseits von der Art des erlebten Konflikts und andererseits von der embryonalen Herkunft des jeweiligen Gewebes ab. Während der konfliktaktiven Phase sowie in der Heilungsphase reagieren unterschiedliche Gewebe unterschiedlich. Diese Unterschiede sind kein Zufall, sondern Ausdruck einer biologisch sinnvollen Differenzierung innerhalb des Organismus. Deshalb können Symptome in beiden Phasen auftreten.

Gerade diese klare Zuordenbarkeit unterscheidet biologische von rein psychologischen Konflikten. Letztere betreffen vor allem Gedanken, Emotionen, Bewertungen oder innere Muster, ohne zwingend eine gleichzeitige spezifische organische und neuronale Entsprechung zu haben. Biologische Konflikte sind dagegen immer an eine konkrete, biologisch relevante Situation gebunden und zeigen sich als zusammenhängender Prozess auf der Ebene der Psyche, des Gehirns und des Organs. Fehlt eine dieser Ebenen, handelt es sich nicht um einen biologischen Konflikt im eigentlichen Sinne.

Die biologische Konfliktarbeit betrachtet deshalb weder Symptome noch das seelische Erleben isoliert. Sie betrachtet den Menschen in seinem gesamten biologischen Zusammenhang. Ziel ist es, die innere Logik des eigenen Systems zu erkennen, den zeitlichen Verlauf eines Konflikts einzuordnen und zu verstehen, in welcher Phase sich der Organismus aktuell befindet. Dieses Verständnis schafft Orientierung und bildet die Grundlage für einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Prozess.

In der Begleitung wird das individuelle Konflikterleben sorgfältig betrachtet und in seinen biologischen Kontext gesetzt. Dabei geht es nicht um Bewertung oder Interpretation, sondern um Klarheit. Die Arbeit erfolgt strukturiert, achtsam und in einem Tempo, das für die jeweilige Person stimmig ist. Im Mittelpunkt stehen das Erkennen der ursächlichen Zusammenhänge und das Verständnis der biologischen Gesetzmäßigkeiten, denen der eigene Organismus folgt.

Die Lösung eines biologischen Konflikts ermöglicht es dem Organismus, Heilungsprozesse in Gang zu setzen. Mit der Konfliktlösung beginnt ein natürlicher Reparatur- und Regenerationsprozess, der den Menschen auf allen drei Ebenen – Psyche, Gehirn und Organe – wieder ins Gleichgewicht bringt. Heilung ist dabei kein äußeres Eingreifen, sondern ein biologischer Vorgang, der aus dem System selbst heraus entsteht. Die biologische Konfliktlösung begleitet diesen Prozess ursächlich und bewusst.

Zu einer verantwortungsvollen Begleitung gehört auch eine klare Einschätzung der jeweiligen Heilungsphase. Insbesondere bei intensiven oder lang andauernden biologischen Prozessen kann es Situationen geben, in denen eine Intervention der Schulmedizin notwendig oder sinnvoll ist. Diese werde ich ausdrücklich empfehlen und im Bedarfsfall auch einfordern. Ziel ist stets die Sicherheit, Stabilisierung und bestmögliche Unterstützung des Menschen innerhalb seines individuellen Heilungsverlaufs. Biologische Konfliktlösung und schulmedizinische Maßnahmen stehen dabei nicht im Widerspruch, sondern können sich – insbesondere in herausfordernden Phasen – sinnvoll ergänzen.

Um die biologischen Zusammenhänge von Konflikten, Anpassungen und Heilungsverläufen noch klarer zu verstehen, werden nun die fünf biologischen Naturgesetze erläutert. Sie fassen die wiederkehrenden Muster zusammen, die unserem Organismus zugrunde liegen.

Erstes Biologisches Naturgesetz

Der Beginn biologischer Sonderprogramme

Das erste biologische Naturgesetz beschreibt die Entstehung jener körperlichen und seelischen Veränderungen, die nicht durch äußere Einflüsse wie Verletzungen, Vergiftungen oder Mangelzustände verursacht werden, sondern im Inneren des Organismus entstehen. Dazu zählen beispielsweise Krebserkrankungen, chronische Beschwerden, allergische Reaktionen und bestimmte psychische Zustände. In diesen Fällen liegt ein biologisches Geschehen zugrunde, das nach klaren inneren Gesetzmäßigkeiten abläuft.
Ein solches biologisches Sonderprogramm wird durch ein hochakutes Konflikterlebnis ausgelöst, das den Menschen völlig unerwartet trifft. Es wird als dramatisch empfunden, isolierend erlebt und tritt in einer Situation auf, in der man sprichwörtlich „auf dem falschen Fuß“ erwischt wird. Entscheidend ist dabei weniger die bewusste gedankliche Bewertung des Ereignisses, sondern vielmehr die plötzliche, unvorbereitete Art seines Auftretens.
In dem Moment dieses Konfliktschocks reagiert der Organismus auf drei Ebenen: auf seelischer Ebene durch ein entsprechendes inneres Erleben, auf Ebene des Gehirns durch eine spezifische neuronale Reaktion und auf organischer Ebene durch eine funktionelle Anpassung des betroffenen Gewebes. Dieser Prozess geschieht synchron und markiert den Beginn eines biologischen Sonderprogramms.
Das Erleben eines solchen Konflikts geht in der Regel mit einer sofortigen Stressreaktion einher. Die Betroffenen sind schlagartig hellwach, innerlich angespannt und stark auf das Konfliktthema fokussiert. Typische Symptome sind kalte Hände und Füße, verminderter Appetit, Gewichtsverlust und Schlafstörungen, insbesondere in der zweiten Nachthälfte. Der Organismus befindet sich in einem Zustand erhöhter Aktivierung, der darauf ausgerichtet ist, die unerwartete Situation zu bewältigen.
Der Inhalt des erlebten Konflikts bestimmt, welcher Bereich des Gehirns reagiert und welches Organ in das Sonderprogramm einbezogen wird. Jeder biologische Konflikt besitzt eine spezifische inhaltliche Qualität, die sich nicht bewusst, sondern assoziativ und unwillkürlich bildet. Diese Zuordnung geschieht innerhalb von Sekundenbruchteilen, noch bevor ein bewusstes Nachdenken einsetzt.
Parallel zur Reaktion im Gehirn zeigt sich auch auf der Organebene eine gezielte Veränderung. Je nach betroffenem Gewebe kann es zu Zellvermehrung, Zellabbau oder funktionellen Anpassungen kommen. Diese Veränderungen folgen nicht dem Zufall, sondern einer biologischen Logik, die auf Anpassung und Überleben ausgerichtet ist.
Solange der Konflikt aktiv bleibt, hält auch der Zustand erhöhter Anspannung an. Verstärkt sich der Konflikt, verstärken sich auch die Reaktionen auf allen drei Ebenen. Schwächt er sich hingegen ab, nimmt auch die Intensität der körperlichen und seelischen Veränderungen ab. Wird der Konflikt gelöst, schaltet der Organismus in die zweite Phase um, die Phase der Regeneration und Reparatur.
Nach der Konfliktlösung verlässt der Körper den Stresszustand und wechselt in eine Phase tiefer Erholung. In dieser Zeit beginnen Reparaturprozesse im betroffenen Gewebe sowie im zugehörigen Bereich des Gehirns. Je länger und intensiver der Konflikt zuvor bestand, desto ausgeprägter und zeitlich umfangreicher können diese Heilungsvorgänge sein. Auch diese Phase folgt klaren biologischen Gesetzmäßigkeiten und stellt keinen Krankheitsprozess dar, sondern den natürlichen Weg des Organismus, um das Gleichgewicht wiederherzustellen.

Heilung als natürliche zweite Phase biologischer Konflikte

Das zweite biologische Naturgesetz besagt, dass jedes sinnvolle biologische Sonderprogramm (SBS) eine Heilungsphase durchläuft, sofern der Konflikt gelöst wird. In der Regel entspricht die Dauer dieser Heilungsphase der Dauer der vorherigen konfliktaktiven Phase.
Alle biologischen Sonderprogramme verlaufen zweiphasig. Jede körperliche oder seelische Veränderung, die durch einen biologischen Konflikt ausgelöst wurde, zeigt zunächst eine aktive Phase, die oft als „kalte Phase“ erkennbar ist, und geht bei Konfliktlösung in eine Heilungsphase über, die manchmal als „heiße Phase“ wahrgenommen wird. In der konfliktaktiven Phase befinden sich Betroffene häufig im Dauerstress, haben kalte Hände und Füße, verlieren Gewicht, schlafen schlecht und sind innerlich extrem angespannt. Die Heilungsphase zeigt sich dagegen typischerweise mit Wärme, gesteigertem Appetit und körperlicher Regeneration, während der Organismus den zuvor erlebten Stress abbaut und die Schäden repariert.
Das Erleben des Konflikts hinterlässt auf der Gehirnebene Spuren, die in speziellen bildgebenden Verfahren sichtbar sind. In der aktiven Phase erscheinen diese als klar abgegrenzte Areale, in der Heilungsphase sind sie häufig aufgequollen oder ödematisiert. Diese Unterschiede zeigen, dass die Heilung kein Zufallsprozess ist, sondern ein biologisch geordneter Vorgang.
Ein besonderes Merkmal der Heilungsphase ist die sogenannte epileptoide Krise. Sie tritt am Höhepunkt der Regeneration auf und dient dazu, das Gehirn-Ödem auszugleichen und den Organismus wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Diese Krise ist hochgradig organisiert und erfolgt synchron auf allen drei Ebenen – Psyche, Gehirn und Organ. Sie stellt einen natürlichen Mechanismus der Reparatur dar, bei dem der Organismus noch einmal in sehr kurzer Zeit die gesamte Konflikterfahrung durchläuft. Schmerz oder akute Symptome in diesem Moment sind Ausdruck des biologischen Sinns dieses Prozesses – beispielsweise die bekannten Angina-pectoris-Beschwerden bei Herzinfarkten während der epileptoiden Krise. Sie helfen dem Körper, die notwendige Regulierung erfolgreich umzusetzen.
Je länger und intensiver die vorherige konfliktaktive Phase war, desto ausgeprägter sind auch die Heilungsphase und die Reparatur des betroffenen Gewebes. Gleichzeitig entstehen im Gehirn Gliaansammlungen, die die Regeneration der betroffenen Bereiche unterstützen. Diese hellen Flecken, die in bildgebenden Verfahren sichtbar werden, sind kein Tumor, sondern zeigen an, dass die natürliche Heilung des Organismus abläuft. Sie sind ein Grund zur Freude, da sie eine erfolgreiche Regeneration anzeigen und keine chirurgischen Eingriffe erfordern.
Die Heilungsphase endet, wenn der Organismus wieder in die Normotonie, also den Zustand normaler Aktivität und Ruhe, zurückkehrt und das biologische Sonderprogramm vollständig abgeschlossen ist. Jede Unterbrechung der Heilung – beispielsweise durch ein Rezidiv des Konflikts – führt zu einer erneuten konfliktaktiven Phase und verzögert die Regeneration.

Das ontogenetische Prinzip der Gewebe und Konflikte

Das dritte biologische Naturgesetz besagt, dass die Reaktionen der Organe während der konfliktaktiven Phase von ihrer embryonalen Herkunft abhängen. Althirngesteuerte Sonderprogramme, also solche, die über das Stammhirn, das Mittelhirn oder das Kleinhirn gesteuert werden, zeigen in der aktiven Phase eine Zellvermehrung. Neuhirngesteuerte Programme, die über Marklager und Großhirnrinde gesteuert werden, zeigen dagegen Zellabbau oder Gewebeschwund in Form von Ulcera oder Funktionsverlusten.

Im Rahmen der embryonalen Entwicklung werden alle Zellen und Organe in drei Keimblätter eingeteilt: Entoderm, Mesoderm und Ektoderm. Jedes Gewebe trägt die Steuerungsspuren seines Ursprungs im Gehirn. Daraus ergibt sich ein klar geordnetes System: Organe mit gleicher Keimblattzugehörigkeit folgen denselben biologischen Gesetzmäßigkeiten, sowohl in der konfliktaktiven Phase als auch in der Heilungsphase. Zu jedem Keimblatt gehören außerdem bestimmte Konfliktarten, spezifische Mikroben und eine charakteristische Histologie, die den biologischen Sinn der jeweiligen Veränderung unterstützen.

  • Entodermale Organe (aus dem inneren Keimblatt entstanden) werden vom Stammhirn gesteuert. Bei Konfliktaktivität kommt es zu einer kompakten Zellvermehrung, die sich beispielsweise in Form von Adenokarzinomen in Leber, Darm oder Lunge äußert.
  • Mesodermale Organe (mittleres Keimblatt) werden weiter unterteilt.
    • Die ältere Gruppe wird vom Kleinhirn gesteuert und zeigt bei Konfliktaktivität ebenfalls Zellvermehrung in Form von Tumoren, beispielsweise in der Brust, im Herzbeutel oder im Bauchfell.
    • Die jüngere Gruppe wird vom Marklager des Großhirns gesteuert und zeigt bei Konfliktaktivität Zellabbau, beispielsweise in Knochen, Milz, Niere oder Eierstock.
  • Ektodermale Organe (äußeres Keimblatt) werden von der Großhirnrinde gesteuert. Bei Konflikten kommt es bei ihnen ebenfalls zu Zelleinschmelzung, Ulcera oder Funktionsausfällen, beispielsweise Diabetes oder Lähmungen.

Mit der phylogenetischen Entwicklung des Gehirns steigt die Komplexität der Reaktionen. Während die archaischen Programme des Stammhirns einfacher sind, sind die kortikal gesteuerten Programme der Großhirnrinde sehr differenziert und komplex.

Früher wurde unter Krebs vor allem die unkontrollierte Vermehrung von Zellen verstanden und das Auftreten mehrerer Tumoren gleichzeitig als „Metastasen“ bezeichnet. Tatsächlich entstehen Zweit- oder Dritt-Tumoren jedoch meist durch neue Konflikte, beispielsweise durch den Schock einer Krebsdiagnose oder andere belastende Ereignisse. Der Gedanke, dass Krebszellen „herumschwimmen“ und andere Organe befallen, konnte durch Beobachtungen nicht bestätigt werden. Stattdessen folgen alle biologischen Prozesse einer geordneten, biologisch sinnvollen Logik.

Die Einordnung nach Keimblättern ermöglicht es, alle biologischen Konflikte und deren Auswirkungen aus entwicklungsgeschichtlicher Perspektive zu verstehen. Jedes Organ, jedes Hirnareal und jede Konfliktart lässt sich dieser Ordnung zuordnen. Auch in der Heilungsphase zeigen sich in jedem Keimblatt charakteristische Reaktionen, inklusive der typischen Mikroben, die bei der Regeneration helfen. So entsteht ein klares System, das den biologischen Sinn der Veränderungen erklärt und für die aktive Konfliktphase sowie die Heilung gültig ist.

Die Mikroben als Helfer in der Heilungsphase

Das vierte biologische Naturgesetz beschreibt die Rolle der Mikroben als natürliche Unterstützer der Heilung. Sie werden ausschließlich nach einer Konfliktlösung aktiv und helfen dabei, die durch das Konflikterlebnis entstandenen Veränderungen im Organismus wieder rückgängig zu machen.

Althirngesteuerte Programme, also solche, die über das Stammhirn, das Mittelhirn oder das Kleinhirn gesteuert werden, nutzen die Mikroben, um Tumore in der Heilungsphase zu verkleinern und abzubauen. Neuhirngesteuerte Programme, die über Marklager und Großhirnrinde gesteuert werden, profitieren von Mikroben, die Nekrosen und Gewebeschäden auffüllen und so die normale Funktion wiederherstellen. Am Ende der Heilungsphase ziehen sich die Mikroben wieder zurück und bleiben für den Organismus harmlos.

Mikroben sind nicht die Ursache von Erkrankungen. Vielmehr agieren sie wie „Chirurgen der Natur“, gesteuert vom Gehirn, und wirken genau dort, wo sie gebraucht werden. Ihre Aktivität beginnt erst, wenn der Konflikt gelöst ist, und sie handeln stets nach einem klaren, der embryonalen Entwicklung der Organe entsprechenden Plan.

  • Althirngesteuerte Mikroben (Pilze und Mykobakterien) kümmern sich um die Organe des Entoderms sowie teilweise um das ältere Mesoderm. Sie verkleinern Tumore, die vom Althirn gesteuert werden, und tragen so zur Rückkehr zur Normalität bei.
  • Neuhirngesteuerte Mikroben (Bakterien) unterstützen die Heilung der vom Großhirn gesteuerten Organe, indem sie Gewebeschwund auffüllen und Funktionen wiederherstellen.
  • Viren spielen in diesem natürlichen Regelkreis keine Rolle.

Die Mikroben sind gemeinsam mit uns durch die Evolution gegangen. Sie wirken gezielt nur dort, wo sie gebraucht werden, und ihr Einsatz wird vollständig vom Gehirn gesteuert. Fehlen bestimmte Mikroben – etwa durch übertriebene Hygiene oder Umwelteinflüsse –, kann dies die Heilung beeinträchtigen und in seltenen Fällen zu Komplikationen führen, die eine medizinische Behandlung erforderlich machen.

Somit zeigt sich: Mikroben sind keine Gegner, sondern ein integraler Bestandteil des biologischen Systems. Sie arbeiten mit dem Organismus zusammen und sorgen dafür, dass jeder Konflikt auf allen Ebenen – Psyche, Gehirn und Organ – wieder ausgeglichen und repariert wird. Ohne diese Unterstützung wäre die Heilung unvollständig oder verzögert.

Jedes Sonderprogramm der Natur hat einen Sinn

Das fünfte biologische Naturgesetz zeigt: Mutter Natur handelt nie willkürlich oder „bösartig“, sondern stets sinnvoll. Jedes biologische Sonderprogramm (SBS), das in unserem Körper abläuft, erfüllt vom Moment des Konfliktschocks bis zur vollständigen Heilung einen klar definierten Zweck.

Die ersten vier Naturgesetze offenbaren bereits, dass „Krankheiten” keine Pannen oder Strafen sind, sondern biologisch sinnvolle Abläufe. Das fünfte Gesetz ergänzt dies um die entscheidende Frage: Welchen Sinn verfolgt jedes SBS?

Dieser lässt sich oft nur aus der Embryologie und der Entwicklungsgeschichte unseres Körpers verstehen. So hängt er beispielsweise von der Keimblattzugehörigkeit der Organe ab und erklärt, warum bestimmte Organe oder Gewebe auf Konflikte auf charakteristische Weise reagieren.

Ein Beispiel ist ein „Darmkonflikt“, z. B. ein zu großer verschluckter Brocken, der im Organismus ein SBS auslöst. In der konfliktaktiven Phase wachsen bestimmte Zellen (proximal oder mundwärts), um das Problem mechanisch zu lösen: Die sogenannten „Wegwerf-Zellen“ produzieren beispielsweise Verdauungssäfte, um den Brocken zu zerkleinern. Nach der Konfliktlösung übernehmen Mikroben die Aufgabe, die überflüssigen Zellen abzubauen. Dieser Prozess ist koordiniert und biologisch sinnvoll und geht mit typischen Begleiterscheinungen wie Nachtschweiß oder leichter Temperaturerhöhung einher.

Ähnlich verhält es sich bei der Brust: Bei einem Mutter-Kind-Konflikt wächst adenoides Drüsengewebe, um dem Kind zusätzliche Milch zu bieten. Sobald der Konflikt gelöst ist, stoppt das Wachstum und das Organ kehrt weitgehend zu seiner normalen Form und Funktion zurück.

Auch bei großhirnrindengesteuerten Konflikten wird der biologische Sinn deutlich: In der konfliktaktiven Phase kommt es hier zu Zellabbau (z. B. Nekrosen), in der Heilungsphase wird Gewebe wieder aufgebaut. All dies geschieht nach einem klaren Plan, gesteuert vom Gehirn, und stets mit dem Ziel, die Funktion des Organismus wiederherzustellen.

Das fünfte Naturgesetz zeigt außerdem, dass Kombinationen von SBS, wie sie bei psychischen Extremsituationen oder psychotischen Entwicklungen auftreten, ebenfalls einen übergeordneten Sinn haben. Diese „Übersinn-Programme” eröffnen neue Dimensionen, um scheinbar ausweglose Situationen zu meistern – ein biologisches Meisterwerk und kein Zufall.

Mit dem fünften Naturgesetz wird deutlich: Alles, was bisher als „Krankheit“ galt, ist ein geordnetes, sinnvolles Geschehen, das dem Überleben, der Anpassung und der Wiederherstellung dient. Wir verstehen nun, dass die Natur nicht chaotisch oder fehlerhaft ist, sondern dass jedes Sonderprogramm, jede Phase und jede Reaktion auf einen Konflikt einem biologischen Zweck dient.